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Theater im KoKuMa !
Am 25. November, um 19:00

Ein Theaterstück von Franziska Muche, Regie: Justus Carrière;
Ensemble: Sophia Riepe, Clara Schoeller, Claus Wierling;
Musik/Technik: Jana Schönberg
In Zusammenarbeit mit: Michael Tschechow Studio Berlin, Gleichstellungsbeauftragte
von Friedrichshain-Kreuzberg, Pankow und Tempelhof-Schöneberg und Stadtteilzentrum KoKuMa
- Im Anschluss Diskussion zum Thema Häusliche Gewalt und Migration -
Drei Menschen, drei Welten.
Eine Vorgeschichte.
Ein Verwaltungsakt.
Eine Begegnung.
Die Zeit vergeht,
doch die Erfahrung von Gewalt bleibt.
Genau wie die Angst vor Abschiebung.
Eine Frau ist vor den Misshandlungen ihres Ehemanns geflohen. Weil er ein hoher Militär ist, hat sie
keinen anderen Weg gesehen, als ihr Heimatland Bolivien zu verlassen. Seit mehr als einem
Jahrzehnt lebt sie in Brüssel, wo sie als Putzfrau arbeitet, vom Staat geduldet wird und auf eine
unbefristete Aufenthaltserlaubnis hofft. Als sie eine Vorladung zur Polizei erhält, versetzt sie die
Angst vor einer möglichen Abschiebung in Panik. Auf dem Polizeirevier wird sie zu einem an sie
adressierten Paket befragt, das angeblich Drogen enthält. Die Polizei prüft ihre Wohnung. Der
Verdacht erweist sich als harmlos - als sie aber noch einmal aufs Revier bestellt wird, um das
Gesprächsprotokoll zu unterzeichnen, bricht ihr Schutzwall.
Das ist die wahre Geschichte. Das Theaterstück Barbara erzählt und verdichtet sie.
Drei Menschen, drei Welten.
Eine Vorgeschichte. Ein Verwaltungsakt. Eine Begegnung.
Die Zeit vergeht, doch die Erfahrung von Gewalt bleibt.
Genau wie die Angst vor Abschiebung.
Anna ist alleinstehend, verdient gut, geht aus. Einer wirklichen Begegnung geht sie aus dem Weg.
Anna trifft Georges im Tanzcafé.
Barbara hat die "echten" Probleme, die Annas Schwierigkeiten nichtig erscheinen lassen. Als
Barbara die Vorladung erhält, weiß Anna, dass eine Abschiebung unwahrscheinlich ist. Die richtigen
Worte findet sie nicht.
Das Ensemble:
Franziska Muche lebte und arbeitete von 2002 bis 2007 in Brüssel. Dort begegnete sie der
Bolivianerin, deren Geschichte in BARBARA erzählt wird. Die Initiative zum Stück entstand im
Michael-Tschechow-Studio Berlin, wo alle Ensemblemitglieder 2009/10 studierten bzw. lehrten: Die
Autorin begegnete dort den Schauspielern Claus Wierling, Sophia Riepe und Clara Schoeller, und
dem Schauspieler und Regisseur Justus Carrière. Gemeinsam haben sie das Stück weiterentwickelt
und inszeniert.
Jana Schönberg, Musiker und ebenfalls Schauspielstudent am MTSB, schrieb die
Musik zum Stück. Mit dem Thema verbunden ist nicht nur die Autorin: Claus Wierling war vor
seinem Schauspielstudium Kriminalbeamter und bis zu seiner Pensionierung in der
Kriminalprävention und im Opferschutz tätig.
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